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05.12.2005

Filmpioniere 5

Dr. Max Abegg, Glattbrugg (1918-2002)

Im Nachruf anlässlich seines Todes am 27.8.2002 ist auf dieser Homepage einiges über Max Abegg gesagt worden. Er verdient es aber auch in der Rubrik «Filmpioniere» erwähnt zu werden. Obwohl er den meisten als «Mann der Feder» bekannt ist, so muss doch darauf hingewiesen werden, dass er auch mit der Kamera nationale und internationale Erfolge errungen hatte.

Man darf ihn ohne Übertreibung als den Autor des Themas Amateurfilm bezeichnen. Die folgenden Zeilen sind ein Auszug aus einem Text von Dr. Gerhard Isert, der aus Anlass des 60. Geburtstags von Max Abegg verfasst wurde.

Dreimal Geburtstag für Max Abegg
Am 22. April 1978 vollendet Dr. Max Abegg-Graf sein 60. Lebensjahr, gleichzeitig feiert er sein 40-jähriges Jubiläum als Fachschriftsteller und das 10-jährige Bestehen seiner Presseagentur. Max Abegg wurde in Herrliberg geboren, wo er auch zur Schule ging. Darauf folgten Studien in Braunschweig, Leipzig, Winterthur, Zürich, und schliesslich 1948 das Doktorat in Denver, USA.

Eines Journalisten Werdegang
Der 20-jährige Max Abegg, der in einer Freizeit zu schreiben begann, konnte sich im März 1938 zum ersten Mal in der Lokalzeitung gedruckt lesen und danach regelmässig in verschiedenen Presserzeugnissen.
Nach dem zweiten Weltkrieg (1939-45) entdeckte Max Abegg den «Filmamateurismus», dem er von Stund an mit Leidenschaft zugetan war. 1950/52 präsidierte er den grössten schweizerischen Filmclub, die «Vereinigung Zürcher Film-Amateure» (VZFA). In Filmlehrkursen stellte er sein Wissen Fotohändlern zu Verfügung. Längst ist der Jubilar ein «alter Filmfuchs» und bekannt, nicht nur als Preisträger bei nationalen und internationalen Filmwettbewerben, sondern ein ebenso bekannter Filmpädagoge und Fachpublizist.

Sein eigentlicher Berufsweg als Fachschriftsteller begann erst so richtig im Jahr 1952, als der die Redaktion des «Schweizer Schmalfilms» übernahm, dem er bis Ende 1965 die Treue hielt. Seine Mitarbeit wurde auch von Zeitungen geschätzt, wie «Berner Zeitung», «Neue Zürcher Zeitung» der «Landbote» und «Sport», um nur die bekanntesten zu nennen.

Sein Bemühen um das Amateurfilmwesen setzte er geradlinig fort, gekennzeichnet durch die Herausgabe zahlreicher Bücher auf der Basis eigener praktischer Erfahrungen. Sei erstes Buch «Filmen – klipp und klar» kam 1956 heraus und wurde zum Bestseller, es erschien auch in französischer und italienischer Sprache. Die 12. Auflage(!) ist im Druck. Bisher erreichten seine Filmbücher eine Gesamtauflage von 826'000 Exemplaren. Ab 1982 lebte Max Abegg 15 Jahre in Wien, wo er für den bekannten Filmgeräterhersteller Eumig tätig war.

10 Jahre -cpi-
Anfang 1968 gründete Max Abegg die «Cine Press International» mit der Schutzmarke -cpi-. Dabei geht es um eine spezialisierte Presseagentur, die sich im Auftrag von Industrieunternehmen mit allen Belangen der Foto-, Film-, AV- und verwandten Techniken befasst.

So kennen ihn alle
Wer jemals Gelegenheit hatte, mit dem Jubilar zu sprechen, vom ihm Rat zu holen oder fachliche Diskussionen mit ihm zu führen, wird immer respektvoll über seinen Reichtum an Ideen, Unternehmergeist, Hilfsbereitschaft und sein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl urteilen. Dank seinen vielfältigen Interessen (nebst der Filmerei) für die Gebiete der Philatelie, Geschichte und Kunsthistorik wird ein Beisammensein mit ihm stets zu einer echten Bereicherung. Musikfreunde schätzen ihn als Mozart-Kenner. Wer einmal seine Freundschaft gewonnen hat, wird immer darauf bauen können: seine Treue gilt auf Lebenszeit.
G.I.

Fortsetzung folgt


Max Abeggs legendäres Amateurfilmerbuch «Filmen – klipp und klar!» erschien erstmals im Jahre 1956.

Serie von Max Abegg:
Aus meiner Flimmerkiste

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