Super8site – Das Online Fanzine für Super 8 Fans Super8site – Das Online Fanzine für Super 8 Fans


  05.05.2003
9,5 mm – das erste Amateur-Filmformat (Teil 16)


Schweizer Schmalfilm

In der Schweiz erscheint die erste grosse Zeitschrift für Schmalfilmer. Auch das 9,5-mm-Filmformal findet im «Schweizer Schmalfilm» eine gebührende Beachtung. Die 9,5ler-Bewegung erhält einen neuen Antrieb.

Von Ernst Wolfer

Über die Entstehung und den Werdegang der Zeitschrift «Schweizer Schmalfilm» schreibt der damalige Chefredaktor Dr. Max Abegg: «Die Generalversammlung der Vereinigung Zürcher Filmamateure (VZFA) beschliessen den Austritt aus dem Bund Schweizer Film-Amateurklubs (BSFA) wegen einer Differenz um den Ehrenpräsidenten der UNICA (Weltorganisation der Filmer). Der dissidente VZFA beschloss, eine eigene Zeitschrift herauszugeben. Am 1. Jan. 1950 erschien «Der Schmalfilm» im Format A5. Im März 1952 übernahm Max Abegg die Redaktion. Da in Deutschland bereits eine gleichnamige Zeitschrift bestand, wurde der Name in «Schweizer Schmalfilm» geändert. Ernst Wolfer wurde eine Rubrik Rund um den 9,5-mm-Film angeboten. 1954 erschien die Zeitschrift im A4-Format. 1959 wird der «Schweizer Schmalfilm» offizielles Organ des BSFA und erscheint dreisprachig. Zu einem Jubiläum gab es sogar vier Sprachen (D,F,I,E).» Soweit Max Abegg, der am 27. August 2002 im 85. Altersjahr verstorben ist.

1952, als wir 9,5ler im «Schmalfilm» Aufnahme fanden, war dies ein kleines Blättchen in A5, da war man froh um unsere 200 Adressen, und wir waren froh um die erweiterte Propagandabasis. Und dann haben wir die gewaltige Entwicklung unter Leitung des initiativen Max Abegg miterlebt: Grossformat A4, mehr Seiten, mehr Text, mehr Bilder - verbreitet in über 30 Staaten Europas und in Übersee. Zwölfmal mehr Platz als im ersten Blättchen stand uns jetzt zu Verfügung. Manche Aussenstehende haben es nicht verstanden, dass 9,5 mm eine spezielle Rubrik zugestanden wurde. Redaktor Abegg und der Verleger sind deswegen manchmal angegriffen worden. Sie haben aber unsere Starthilfe nie vergessen und sind immer zu uns gestanden. 1965 trat Max Abegg als Chefredaktor zurück, 1967 gab es einen Verlagswechsel, die Zeitschrift wurde in «Film und Foto» umbenannt und die 9,5-mm-Rubrik eingestellt. Während 20 Jahren war «Rund um den 9,5-mm-Film» für das Format ein wichtiger Haltepunkt gewesen, aber nicht der einzige. Neun Filmgruppen waren für viele 9,5ler ein wichtiges Zentrum. (Fortsetzung folgt)

Titelseite des «Schweizer Schmalfilm» des Septembers 1956.


» Zur Übersicht