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  24.06.2008

Von Dr. Max Abegg

Ausklang: Aus meiner Flimmerkiste (Teil 30, Abschluss)

Der Filmstreifen wird (fast) im wörtlichen Sinn den gesamten Globus kreuz und quer, rundherum umspannen. Ob dabei das 16-mm-Filmformat zum reinen Berufsfilmerformat wird? Ob wohl die «alten» Amateurfilmformate 9,5 mm, Normal-8 zurückgehen oder gar verschwinden werden? Wen ausser den «Altformatigen» mag dies in unserer schnelllebigen und schnell vergessenden Welt kümmern? Es bleibt ein positives Faktum: Die Welt wird endgültig vom Film erobert, komplett, für immer und alle Zeit. Darum lebe der Amateurfilm – es leben Filmerinnen und Filmer – es lebe das Heimkino, dreimal Hoch, Hoch, Hoch!

Anmerkung von Ernst Wolfer
Der vorstehende, nun abgeschlossene Serie, wurde mir am 7. Mai 2001 von Dr. Max Abegg zugestellt mit folgenden Zeilen: «Ich habe damals in sehr vielen Archiven nachgeforscht und in Bibliotheken alte Literatur nachgeschaut. Es war schon eine Menge Arbeit dahinter, aber sie hat sich gelohnt.» Beigelegt war auch ein Bilderverzeichnis mit gegen drei Dutzend Legenden. Leider waren aber die zugehörigen Bilder, bei denen auch echte Raritäten waren, nicht mehr aufzufinden.

Es handelt sich hier um Texte, die ursprünglich für ein Buchveröffentlichung vorgesehen waren, dann aber nicht zustande kam wegen eines «Richtungswechsels» des Verlags. Nun konnte sich Abegg, ein begnadeter Verfasser von Filmbüchern über den Amateursektor, nicht über mangelnden Absatz beklagen. Elf Titel mit einer Gesamtauflage von 826'000 Exemplaren, die Übersetzungen in fünf weiter Sprachen nicht eingerechnet, ist ein Gesamtwerk das sich sehen lassen kann. Umso bedauerlicher wäre es gewesen, wenn sein Text über den Kino-Film verschwunden wäre. Ich anerbot mich daher, den Text auf dieser Homepage zu veröffentlichen. Kein Problem dachte ich – das kann ja alles eingescannt werden. Aber der Autor hatte eine Schreibmaschine mit kleiner Schrift (Perlschrift) verwendet und die Typen nicht besonders gut gereinigt. So waren Buchstaben wie a,e,o mit Farbe gefüllt und das sonst recht tüchtige Ocr-System versagte seinen Dienst. Also mussten die 40 Seiten halt Wort um Wort abgetippt werden.

Dabei ist zu beachten, dass die Zeilen 1968 verfasst worden sind! Wenn es also heisst «Heute…», dann muss man sich vergegenwärtigen: Das war vor 40 Jahren!
Sein feuriges Bekenntnis zum Super-8-Format gefriert zur unbeabsichtigten Ironie, wenn man weiss, dass Kodak im Herbst 2006 die Produktion und Entwicklung von Super-8-Kodachrome-Filmen eingestellt hat.

Am 27. August 2002 verstarb Max Abegg, also knapp ein Jahr nach der Übergabe des Textes. Ein Nachruf findet sich in dieser Homepage: Serie: Aus meiner Flimmerkiste Nachruf oben rechts anklicken.

Ernst Wolfer, Weihnachten 2006, Wädenswil

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