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24.05.2005

Filmpioniere 3

Hans Wildermuth: Geistiger Vater des «Kleinfilm-Club Zürich»

Hans Wildermuth war mit 21 Jahren schon ein begeisterter Schmalfilmer und Anhänger des 9,5-mm-Formates. Anfang der Dreissigerjahre waren vorab 16mm und 9,5mm verbreitet. Die Amateure vereinigten sich in Clubs, und so entstand in Zürich die «Vereinigung Zürcher Film-Amateure» (VZFA). Als aber Hans Wildermuth sich um eine Aufnahme bewarb, hiess es, es würden nur 16-mm-Flimer akzeptiert. In jugendlichem Tatendrang dachte H.W. nun daran, einen eigenen 9,5er-Club zu gründen. Aber wie sollte er die Jünger dieses Formates aufspüren? Er fragte bei der Firma Pathé in Genf an und bat um Adressen. Auch bei Fotohändlern sprach er vor. Schliesslich waren 50 Adressen beisammen. Am 3.November 1933 fand im Restaurant Hegibach eine erste Zusammenkunft statt mit Filmvorführungen. Aber nur 10 Interessenten waren erschienen und eine Clubgründung kam nicht zustande. Wildermuth begab sich erneut auf Adressenjagd und veröffentlichte im «Tagblatt der Stadt Zürich» ein grosses Inserat. Aber die zweite Zusammenkunft vom 1. Februar 1934 endete wiederum mit einem Misserfolg. Noch einmal setzte Wildermuth alle Hebel in Bewegung, und nun glückte der Versuch: Am 8. März 1934 entstand der «Kleinfilm-Club Zürich». Von den 15 Anwesenden unterzeichneten acht die Anmeldung, zwei mehr als der Initiant sich gewünscht hatte. Der Club, der später in «Amateur-Filmclub Zürich» (AFZ) umgetauft wurde und der alle Formate akzeptierte, gedieh und zählte 1943 rund 70 Mitglieder.

Nach H.E. Wildermuth: 10 Jahre Kleinfilmclub-Zürich, 26. 6.04


Fortsetzung folgt


Portrait von Hans E. Wildermuth aus der 50-Jahre-Jubiläumsschrift des AFZ.


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