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14.02.2005

Filmpioniere 2

Max Funk: Mitbegründer des «Kleinfilm-Club Zürich» (*1906)

(nach einem Portrait von Walter Bauer in den AFZ-Clubnachrichten 3/1991)

Das wohl älteste aktive Clubmitglied des AFZ (Amateur-Filmclub Zürich) hat vor kurzen seinen 84. Geburtstag gefeiert. Herzliche Gratulation! Wenn er uns hin und wieder einmal am Clubabend besucht, sitzt er unauffällig und still an seinem Platz, und kein Mensch würde glauben, wie «purlimunter» unser Max Funk sonst ist. Seine Nizo vernachlässigt er zwar in letzter Zeit zu Gunsten des Video-Camcorders Sony-8. Die Nizo ist das letzte Glied in seiner Sammlung von Foto- und Filmkameras, angefangen bei der Pathé-Baby 9,5 mm über Land Polavision Super 8 bis zur Nizo. Auch bei seinen Projektoren finden sich richtige Raritäten.

Sein Vater besass eine Buchhandlung und war ein begeisterter Hobbyfotograf. Oft musste Max als Junge seinem Vater in der Dunkelkammer die Entwickler- oder Fixierschalen bewegen. So war es nur natürlich, dass er sich auch für das damals junge Medium Film interessierte. Schon auf seinen 14. Geburtstag 1920 schenkte ihm der Vater die erste Pathé 9,5 mit Handkurbel. So gewöhnte er sich von Anfang an, mit dem Stativ zu arbeiten.

Kurz nach Abschluss seiner Lehre als Elektriker eröffnet er 1924 am Rennweg das erste Radiogeschäft der Stadt Zürich. Er übernahm die Generalvertretungen der österreichischen Radiomarke Radion und von Eumig, deren Verkauf von Filmkameras und Projektoren sich in der Schweiz gut anliess.

So ist es nicht verwunderlich, dass Max Funk 1934 zu den Gründungsmitgliedern des «Kleinfilm-Club Zürich» gehörte (der später in AFZ umgetauft wurde) und die ersten drei Jahre im Vorstand sass. Im Laufe der Sechzigerjahre hat Max unzählige Filme gedreht. Als seinen besten Streifen bezeichnet er «Ein Fünklein springt in die Welt», eine kleine Geschichte anlässlich der Geburt seines Sohnes. Dieser Film fand auch im Club grosse Anerkennung.

Max Funks grosse Liebe galt aber der Fliegerei. So kaufte er sich 1930 eine Klemm, ein Flugzeug, das eigentlich für einen Weltrundflug speziell angefertigt worden war. So erstaunt es nicht, dass er vor einem halben Jahr in Amerika, anlässlich des Besuchs bei seinem Sohn, eine Maschine pilotierte. Seine Klemm steht übrigens heute im Fliegermuseum in Speyer.

Fortsetzung folgt


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Max Funk als Begeisterter der Fliegerei ...


und als Amateurfilmer und Clubmitglied.



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