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24.06.2008

Filmpioniere Teil 14

Fritz Ruch (* 1934)


Fritz Ruch übernahm das Hobby von seinem Vater, der Mitte der Vierzigerjahre mit Filmen auf 9,5 mm begann. Ausgerechnet an seinem Hochzeitstag gab die Kamera ihren Geist auf.

Mein Vater begann Mitte der Vierzigerjahre vermutlich kurz nach Ende des Krieges mit Filmen. Ich selber führte dann das Hobby als Jugendlicher und Erwachsener weiter. Dabei filmte ich stets mit der gleichen Pathé-9,5-mm-Kamera. Diese wurde überall hin samt stapelweise Filmkassetten mitgeschleppt, da es dieses Format ja längst nicht überall zu kaufen gab. So hielt mein Vater etwa eine Reise nach Algerien fest oder ich selber meinen Frankreichaufenthalt in Paris. Aber auch zahlreiche kleine und grössere Ausflüge in der Schweiz wurden auf 9,5-mm-Film gebannt.

Die Kamera gab ihren Geist in einem höchst unglücklichen Moment auf, nämlich während meiner Hochzeit im Jahre 1958. Sie wurde dann nochmals einigermassen funktionstüchtig gemacht und ermöglichte immerhin einige Aufnahmen unserer zwei Kinder, bis ich 1965 endgültig aufhörte mit Filmen und mit Fotos oder Dias weiterfuhr. Ich bin also nie umgestiegen auf Super 8 oder Video. Inzwischen ist auch der Paillard-Projektor für 9,5- und 16-mm-Filme ausgestiegen, da längst keine Ersatzlampen mehr erhältlich sind. Von einer Tante, deren Mann auch 9,5-mm-Filmer war, erbte ich noch einen Paillard-Bolex-Projektor, der sogar drei Formate abspielen kann.

Vor ein paar Jahren habe ich einige meiner wichtigsten Filme auf Video übertragen lassen, damit sie so erhalten bleiben und auch angeschaut werden können.

Auch wenn ich das Filmen längst abgeschlossen habe, gehört es zu meinen wertvollen Erinnerungen, besonders aus meiner Jugendzeit. Auf Filmen meines Vaters sind auch Verwandte und Bekannte zu sehen, welche längst verstorben sind.

Fortsetzung folgt


Fritz Ruch.

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