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  05.12.2005
Aus meiner Flimmerkiste (23)

Von Dr. Max Abegg

Farbfilme für den Amateur

Im Winter 1932/33 gibt es die ersten 16-mm-Lichtton-Projektoren. Pathé folgt im Jahr 1937 mit dem 9,5-mm-Lichtton-Projektor Pathé-Vox. 1935 bringt Kodak den Farbfilm Kodachrome für 16 mm auf den Markt, ein Jahr später folgt der Agfacolor-Umkehrfarbfilm, ebenfalls in 16 mm.

Im Jahr 1937 bringt Eumig eine weitere Pioniertat auf dem Weltmarkt, die erste Amateur-Filmkamera der Welt mit batteriegespiesenem elektromotorischem Antrieb, die Eumig C 4. Der Elektromotorantrieb ist ein Prinzip, das erst Jahrzehnte später für den Bau von Super-8-Filmkameras richtungsweisend werden sollte.
1939 gibt es endlich auch Farbfilme im Normal-8-Format. Dann bricht der unselige zweite Weltkrieg (1939-45) aus. Er bringt zwar das Amateurfilmwesen nicht zum Erliegen, aber er unterbricht die Entwicklung in allen Belangen nachhaltig.

1945-1947
Mit dem Kriegsende im Mai 1945 begannen sich auch die Amateure, wenigstens in den kriegs- und zerstörungsverschonten Ländern, wieder zu regen. Aus den USA trafen Filmmaterialien, neue Filmaufnahme- und Wiedergabegräte ein. So auch die ersten Magnetbandgeräte (damals sog. «Drahtrecorder», weil ein Stahldraht und nicht ein Band als Tonträger diente). Unter den Filmamateuren wurden auch schon wieder internationale Kontakte gepflegt, Besuche gemacht, und auch der Filmaustausch kam wieder in Gang.

Was ist ein Amateurfilm?
Im Jahr 1947 wird anlässlich des Kongresses der «Union International du Cinéma d'Amateur» (UNICA) in Stockholm zum ersten Mal der Begriff «Filmamateur» definiert: «Der Begriff des Wortes (Film-)Amateur bezieht sich in gleicher Weise auf den Hersteller wie auf den Film selber. Ein Film ist dann als Amateurfilm anzusprechen, wenn der nicht(film)berufliche Hersteller bei der Anfertigung des Films weder finanzielle noch wirtschaftliche Ziele verfolgt. Der Film darf daher nicht Gegenstand einer vorangegangenen wirtschaftlichen Vereinbarung sein. Es versteht sich, dass jeder Film über den der Amateur später in kommerzieller Weise verfügt, damit seine Amateureigenschaft verliert und nicht mehr zu nationalen oder internationalen Amateurfilm-Wettbewerben zugelassen werden kann.» (Freie Übersetzung aus dem französischen Urtext)

Fortsetzung folgt!


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